Ich bin Dagmar Lauschke, die Gründerin und Sängerin von Roods & Reeds, einem Indie-Folk-Projekt mit einer leichten Pop- und Jazznote. Ich schreibe englischsprachige Lieder, und gebe traditionellen anglo-irische Folksongs einen modernen Anstrich. Das ergibt einen Sound, der sowohl an Joni Mitchel als auch an Feist erinnert. An meiner Seite habe ich Karsten Deutschmann (akk/bass/viola/keys), Anne Maren Falk (cello) und Michael Muth (dr).

 

Ran an die Gefühle!

Wir werden zunehmend mit schlechten Nachrichten überflutet und laufen manchmal Gefahr, regelrecht abzustumpfen bzw. den Blick für das Schöne und Hoffnungsvolle zu verlieren. Da ist es verführerisch, sich entweder in dystopische Gedankenstrudel zu verirren oder sich mit dem x-ten 

Katzenvideos von der Realität abzulenken.

Mit meiner Musik möchte ich Räume schaffen, in denen alle Gefühle gefühlt werden dürfen und die Hörer:innen sich gleichzeitig von ihr getragen fühlen können. In meinen Texten setze ich mich mit menschlichen Stärken und Schwächen auseinander und erzähle von Situationen und allen Arten von Beziehungen, die das Leben mal reich und mal schwer machen. Dabei darf auch eine Prise Humor nicht 

fehlen, denn dadurch wird einfach alles 

erträglicher. Meine Musik ist eine Einladung an meine Fans und mein Publikum: Spürt euch und verbindet euch mit der Musik, mit uns und miteinander. Darin liegt eine große Kraft und ein großer Trost.

 

Singen ist, seit ich denken kann, eine Form für mich, um Erlebtes zu verarbeiten. Während meiner Kindheit 

meine Mutter mit ihrer schönen tiefen Stimme gelegentlich für mich und manchmal sangen wir auch gemeinsam, ansonsten hatte Musik in meinem Elternhaus allerdings keinen hohen Stellenwert oder galt gar als förderungswürdig. Ich hatte das Glück, dass Menschen von außen in der Schule und aus dem Freizeitbereich mein Talent erkannten und mich darin bestärkten, viel und oft zu singen.

 

Mit siebzehn sang ich dann das erste Mal in einer richtigen Band. Ich erlebte das

Fotos: Matthias v.  Schramm

Gemeinschaftsgefühl innerhalb dieser Polit-Folk-Gruppe und entdeckte hier auch die anglo-irische Folkmusik. Diese Musik hat mich mit ihrer genialen Mischung aus melancholischen und heiteren Anteilen komplett eingenommen und geradezu verzaubert.  

Satt von der Fülle neuer irischer Songs und vom freien, ungebundenen Leben führten mich die Sehnsucht nach meinen Freunden und auch der Hunger nach intellektueller Inspiration nach anderthalb Jahren wieder zurück nach Deutschland. Ich stürzte mich 

voller Ambitionen in mein Ethnologie-Studium, um die Welt und meine eigene

Kultur aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu verstehen. Musik spielte dann in den nächsten fünfzehn Jahren erst 

einmal eine untergeordnete Rolle.

 

Und dann passierte es eines Abends im März in der Küche beim Abwaschen:

Draußen war es schon dunkel und im Radio wurde der Song eines neuen irischen Folkmusikers gespielt. Gebannt von den ersten Klängen ließ ich den Abwasch links liegen, setzte mich an den Tisch in meiner kleinen Wohnküche und lauschte dem Lied bis zu Ende. Ich war so bewegt,

dass mir Tränen in die Augen schossen.

Dieser Musiker verstand es, mit

traditionellen und modernen Elementen irische Musik zu etwas großartigem Neuen zu verbinden; ich war schockverliebt.

Nachdem ich der Folkmusik jahrelang den Rücken gekehrt hatte, grub sie sich nun mit voller Wucht zurück in mein Herz. Es war dieser Moment, der meinen Kompass neu ausrichtete und mir ein neues Ziel vorgab:

Zum einen der Musik wieder den Raum zu geben, den sie verdiente, und zum anderen handgemachte Folkmusik mit Einflüssen aus Jazz und Pop zu kombinieren. Ich kaufte mir eine neue Gitarre, begann zu komponieren und zu arrangieren und fand nach und nach zu meinem eigenen Indie-Folk-Sound.

 

So gründete ich 2015 das Projekt „Roods & Reeds“. Ich startete zunächst als Solokünstlerin, erweiterte es bald darauf zu einem Duo und probierte verschiedene Konstellationen aus. Heute sind wir eine vierköpfige Band und haben bereits zwei Alben veröffentlicht. Im Herbst starten wir mit der Produktion unseres dritten Albums.

 

 


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